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Aktualisiert am Donnerstag, 30.09.2021
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Reinigung und Pflege von Bootsanhängern

30. September 2021

Die Saison für die großen Fahrten mit dem Boot neigt sich langsam dem Ende zu. Jetzt geht es für viele Bootsbesitzer darum, ihr Boot fürs Winterlager vorzubereiten. Für die Reinigung, die Pflege und die vielen kleinen Arbeiten am Boot hat jeder erfahrene Bootsfahrer seine Routine. Der frischgebackene Bootsbesitzer hat die Pflegeanleitung vom Hersteller oder Vorbesitzer und informiert sich in den vielen Foren zu diesem Thema. Denn je nach Material und Bootstyp unterscheiden sich die Anforderungen und Methoden erheblich. Fest steht nur, dass die Reinigung und Pflege zu den wichtigsten Aufgaben gehört. Aber was ist eigentlich mit dem Trailer? Sicher, die meiste Zeit des Jahres steht er ungebraucht in der Halle und wartet (hoffentlich gut geschützt) auf seinen Einsatz. Doch gerade auch mit der langen Standzeit verbinden sich häufig einige Probleme. Der Zustand des Trailers sollte frühzeitig vor der nächsten Fahrt kontrolliert werden, damit keine böse Überraschung die Pläne durcheinander bringt. Mindestens ebenso wichtig ist die Reinigung und Pflege nach der großen Tour.

Viele Eigner nutzen die Hochdruckreinigung, um den Trailer vom Schmutz zu befreien. Doch hier sollten Sie genau hinschauen. Als erstes darf der Druck nicht zu hoch eingestellt sein. Zwischen 5 und 10 bar genügen. Das gleiche gilt für die Temperatur, die keinesfalls über 70° Grad hinausgehen sollte. Dann sind die Materialien zu beachten. Meist ist es für eventuell vorhandene Teile aus Holz besser, zu einem Lappen zu greifen. Wenn das Hochdruckwasser durch kleine Risse oder Löcher eindringt, kann das Holz quellen und damit auf Dauer Schaden nehmen.

Falls Sie auf verzinkten Teilen eine Art weißliches Pulver wahrnehmen, handelt es sich um sogenannten Weißrost. Dieser entsteht, wenn der Stahl nach dem Verzinken nicht genug trocknen konnte, weil das Teil z.B. mit Tauwasser bedeckt war. Wenn im Winter Salz von der Straße dazukommt, wird es nicht besser. Gerade ein neuer Trailer sollte gleich nach so einer Fahrt gereinigt werden. Weißrost wird durch Abbürsten entfernt, danach sollte der Trailer gut trocknen. Dabei kann ein biologisch abbaubares Öl helfen. Nach der Reinigung kann ein Pflegewachs für Anhänger schmutz- und wasserabweisend wirken und beschichtete und unbeschichtete Teile auch aus Kunststoff oder Holz schützen.

Nach der Reinigung erfolgt die Kontrolle aller wichtigen Teile. Die Elektrik, die Kabel und die Lichtleiste verdienen ebenso viel Beachtung wie die Bremsvorrichtung und die einwandfreie Funktion des Stützrades. Bei älteren Trailern ist es bei der Lichtleiste häufig eingedrungener Schmutz oder die Korrosion, die die Kontakte behindern. Manchmal ist auch ein Kabel abgewetzt. Wenn sich viele kleine Fehler summieren, ist ein Neukauf häufig die bessere Lösung. Checken Sie auch die kleinen Handräder zum Lösen und Befestigen, die sich auch gerne festfressen. Das Salzwasser hat man ja sicherlich schon aus den Bremsen entfernt, in dem man sie einige Male “trockengebremst” hat. Ansonsten könnte das Salz Schaden in den Bremslagern anrichten. Wenn Sie den Trailer zum Reinigen aufgebockt haben und Ihnen beim Drehen der Räder Geräusche auffallen, können die Radlager betroffen sein. Prüfung und ggf. der Austausch der Radlager sollte allerdings von einer Fachwerkstatt durchgeführt werden. Wenn Sie den Trailer daheim in den saisonalen Ruhestand schicken, nehmen Sie Holzkeile zum Sichern. Die Handbremse könnte bei einem längeren Zeitraum Rost an der Bremstrommel ansetzen. Der Reifendruck ist sowieso regelmäßig zu prüfen, das gilt vor und nach dem Einlagern genauso wie alle paar Wochen, wenn man unterwegs ist.

Je nach Art des Trailers müssen die zusätzlichen Einrichtungen überprüft werden. Die Seilwinde und das Seil tragen große Verantwortung. Beschädigte Stahlseile oder Gurte sollten besser einfach ausgetauscht werden, wenn Ihnen Ihr Boot lieb ist. Die Mechanik muss samt Rücklaufsperre zu 100% funktionstüchtig und leichtgängig sein. Die Kielrollen tragen erhebliches Gewicht und sind oft Erschütterungen ausgesetzt. Hartgummi ist wie auch der beste Kunststoff nicht dauerhaft haltbar. Sprödigkeit führt leicht zu Rissen und anderen Beschädigungen. Schauen Sie sich bei der Sichtprüfung auch die Wellen an. Die seitlichen Stützen, ihre Verstellfunktion und die Auflagen verdienen Beachtung. Der Mechanismus und sein Gewinde bleiben mit etwas Öl leichtgängig. Das gleiche gilt für die Hebemechanik und Hebehydraulik, falls vorhanden. Die Slipräder sollten natürlich auch in einem einwandfreien Zustand sein.

Diese Hinweise hier können nur allgemeiner Natur sein. Jeder Trailer ist anders. Wenn Sie einen Trailer bei Harbeck erwerben, erhalten Sie eine ausführliche Anleitung, die die wichtigen Pflegetipps beinhaltet.