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Aktualisiert am Dienstag, 14.09.2021
Ladung richtig sichern

Ladung im PKW und Anhänger richtig sichern

20. Mai 2021

Gerade zur Urlaubszeit verstärkt die Polizei die Kontrollen von PKWs, Anhängern und Wohnwagen. Das ist leider berechtigt, denn bei bis zu 90% der kontrollierten privaten Fahrzeuge werden Fehler in der Ladungssicherung festgestellt. Damit summieren sich auch die Bußgelder, die erhoben werden. Die KFZ-Versicherungen begleichen im Jahr etwa 250 Millionen Euro an Kosten, die aufgrund von Schadensfällen durch falsch oder gar nicht gesicherte Ladung entstehen. Grund genug für uns, hier noch einmal auf einige Regeln und Hinweise einzugehen, die man gerade als privater Fahrzeughalter kennen sollte. Selbstverständlich erheben wir dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Liste der entsprechenden Vorschriften ist lang. Wir empfehlen jedem Fahrzeughalter, sich damit vertraut zu machen.

Warum ist ungesicherte Ladung so gefährlich?

Wenn ein PKW oder Anhänger überladen ist oder die Ladung nicht gesichert wurde, kann schon eine Vollbremsung schwerste Schäden verursachen. Der Grund liegt in der Fliehkraft. Bei einem überladenen Anhänger kann durch die schiere Masse der Ladung die Achse brechen oder die Reifen platzen. Wenn eine ungesicherte Last aus der Geschwindigkeit von 50 km/h plötzlich zum Stehen kommt, bewegt sich die Last erst einmal mit dem gleichen Tempo weiter. Je nach Gewicht entsteht dabei eine große Masse, die eine tödliche Wirkung auf die Mitreisenden haben kann. So erreicht ein Koffer mit 20 Kg Gewicht, der plötzlich mit 50 km/h vom Anhänger oder durch das Fahrzeug nach vorne fliegt, eine Masse von einer Tonne.

Wie sollte man richtig laden und die Ladung sichern?

Schon beim Beladen von PKW oder Anhänger gelten daher einige Hinweise, die durch die richtige Sicherung noch ergänzt werden müssen. Die schwersten Gegenstände gehören nach unten und sollten möglichst formschlüssig gesichert sein. Formschlüssig bedeutet, dass sie so aneinander gepackt oder verkeilt sind, dass sie sich bei einer Vollbremsung nicht lösen. Im PKW reichen bei schweren Gegenständen die Rücklehnen der Vordersitze dazu nicht aus. Gepäckstücke können mit ihrer Masse die Lehnen durchschlagen. Hier sollten zusätzlich Gurte und/oder die Sicherheitsgurte eingesetzt werden. Auf keinen Fall darf das Gepäck oder die Ladung höher reichen als die Lehnen. Eine Kopfstütze knickt relativ leicht ab und Gepäckstücke, die ungebremst nach vorne fliegen, sind tödliche Geschosse. Zudem sollte die Sicht nach hinten frei bleiben. Das gilt auch für den Seitenspiegel. Auf dem Anhänger gehören die schweren Ladungsteile zudem möglichst weit nach vorne bzw. sollten gleichmäßig verteilt sein. Wenn die schwere Ladung nur auf einer Seite liegt und die leichten Teile auf der anderen, wird der Anhänger bei einer Vollbremsung höchstwahrscheinlich ausbrechen. Werden freistehende Teile transportiert, müssen diese kraftschlüssig gesichert werden. Kraftschlüssig heißt in diesem Fall mit Gurten, die für dieses Gewicht bzw. diese Masse geeignet sind. Diese lassen sich durch Gummimatten unterstützen, die ein Rutschen der Ladung erschweren. Die formschlüssige Sicherung wird auf dem Anhänger schon durch die Form und die Bordwände erleichtert. Ansonsten kann man sich auch mit Paletten, Schaumstoff oder ähnlichen Blockiermittel behelfen. Besondere Vorsicht gilt immer für Ladung, die über den Anhänger hinausragt. Hier gelten nicht nur strenge Vorschriften für die zulässige Länge und Höhe, sondern auch für eine entsprechende Kennzeichnung. Dazu kommen höhere Ansprüche an die Sicherung für den Fall der Vollbremsung oder des Unfalls.

Wir wünschen allzeit sichere Fahrt!

Wenn Sie Ihr Fahrzeug voll beladen haben, achten Sie immer auch auf den Reifendruck und die Einstellung der Beleuchtung. Das richtige Verhältnis von Stützlast, Anhängelast und dem zulässigen Gesamtgewicht entnehmen Sie den Fahrzeugpapieren und der Anhängerzulassung. Ein nicht ganz unwichtiger Hinweis zum Schluss. Immer noch hält sich bei vielen die Ansicht, dass die Passagiere nicht zur Zuladung gehören. Aber genauso wie Zubehör, dass nicht in den Fahrzeugpapieren verzeichnet ist, muss das Gewicht aller Mitreisenden außer dem Fahrer dazu gezählt werden.